pain, therapy and therapy for the therapy

Also „Schmerzen, Therapie und Therapie der Therapie“, ich habe da so die Befürchtung, daß die Überschrift in der verwendeten Sprache unsinnig ist.

pain (Schmerzen)

„Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.“ (Nietzsche, wenn’s wen interessiert)

Ich weiß jetzt, warum mysql von manchen Aposteln als gefährlich angesehen wird.

Denn der Unterschied zwischen
SELECT * FROM table WHERE column = "12345678";
und
SELECT * FROM table WHERE column = 12345678;
ist nicht etwa ein Laufzeitfehler wegen inkompatibler Typen (wie ich mir das eigentlich erwartet hätte), sondern das selbe Ergebnis, allerdings ohne den — unter Schmerzen: mysql erstellt für ein ADD INDEX eine Kopie der Datenbank — auf column definierten Index zu berühren.

In Kurzform: Der Unterschied ist ein Full Table Scan, und das sind gerne mal mehr als 20 Sekunden bei geeigneter Tabellengröße

therapy: Gehirnwäsche

Achtung, Warnhinweis vorweg!

„Verzichten Sie besser darauf, dieses Körperzellen-Rock-Video anzuklicken, das Lied erfüllt nicht nur den Tatbestand der akustischen Körperverletzung, sondern vereint außerdem noch sämtliche der übelsten Ohrwurmqualitäten, bis hin zu dem Punkt, daß die innere Jukebox der Grausamkeiten durch bloßes Erinnertwerden an dieses Machwerk anspringt.
Ich war vor Monaten so dumm, den Link anzuklicken und leide immer noch unter den Spätfolgen.“
— Kommentar von Impertinenzija zu http://www.sueddeutsche.de/kultur/internetvideo-der-woche-guru-und-mantra-gang-1.520514

Dem ist nichts Hinzuzufügen, außer vielleicht, daß die Übung sinnlos ist, wenn man sich nicht mit dem nun folgenden „Virus“ infiziert:

–> http://www.youtube.com/watch?v=AinxiLMtW1M

therapy for the therapy:

Nachdem wir nun alle Zellen unseres Körpers glücklich gemacht haben, bleibt ja nur noch das Problem, wie man diesen verdammten Ohrwurm wieder los wird. Aber die Community hat ja mitgedacht und liefert genug Material, das sollte für die Notversorgung reichen, möchte man meinen. Aber schauen wir uns die uns zur Verfügung stehenden Optionen mal an: Die Metalvariante

–> http://www.youtube.com/watch?v=UrdB–K8mEs
ist leider etwas zu enthusiastisch gesungen, und damit leider nicht hilfreich; die TeSCHnovariante

–> http://www.youtube.com/watch?v=fgUukvDxbqY
ist auch nicht dazu angetan, den Ohrwurm wieder loszuwerden. Und die Schnapsdrosseln hier sind zwar ehrlich, aber sie sindge so schlecht, daß man kaum versteht, was sie da singen… bis man dann versteht, was (und vor allem wie!) sie da singen..

–> http://www.youtube.com/watch?v=Y_JWxHYJtjg
… und überhaupt wird durch Alkohol ja immer alles schlimmer, also auch nur eine temporäre Lösung!

Diese Version des originalen Videos mit sinnvollerer Musik

–> http://www.youtube.com/watch?v=HcEQPdn5Ndg
rettet zwar ein bißchen was, aber… nutzt alles nix. Also… was kann man noch tun, außer sich dem ganzheitlichen Singsang hingeben und zum vor sich hinsummenden Debilzombie zu werden? Man könnte selber was singen, aber „Hänschen Klein“ ist fad, „Die alten RittersLeut’“ sind nicht jugendfrei (zumindest die version, die ich kenne) und dann ist es mit dem bekannten Liedgut bald mal aus…

Die (Er)Lösung(?)

Bleibt nur die Roßkur: Gabber (oder Speedcore oder was auch immer für ein -core das Zeug eigentlich ist), der so schlecht ist, daß er schon wieder gut ist:

–> http://www.youtube.com/watch?v=Pa7SzjL0lHg
Andächtig hören, auch wenn’s anfangs weh tut. Vertreibt Körperzellenohrwürmer zuverlässig…
Yes! Yes! Yes! Yes!
(und ja, ich denke, daß ich ein sehr lustiger Mensch mit unglaublich tiefgründigem Humor bin. Wie hast Du — werter Leser — das nur erkennen können?)

Werbung, die zu Philosophie führt

Man kann über den Hausverstand Billa’scher Prägung sagen, was man will, aber einen Vorteil hat die Sache schon:

„Der Hausverstand“ hat seinen Ruf als die unumstößliche Essenz der Logik wenn nicht vollständig, so doch zumindest in einem sehr weitgehenden Maß eingebüßt. Zumindest sagt uns das der „Hausverstand (nicht der vom Billa)“.

Erster schmerzhafter Bug in ubuntu 10.10

Nachdem mich die Formulierung des Folgenden ca. eine Stunde meines Lebens gekostet hat, die Zielgruppe des Postings (you know who you are) zahlenmäßig eher beschränkt ist, und aufgrund der Aktualität des Themas u.U. die Möglichkeit besteht, Traffic hierher zu ziehen, sodaß ich meine Kampagne, der Jeder Topf findet einen Deckel-King zu werden, wieder aufleben lassen kann … poste ich das jetzt hier.

Kurze Zusammenfassung für die Leute, die sich nicht durch meinen eloquenten Erguss wühlen wollen:

Problem

Ubuntu 10.10, linke Maustaste funktioniert plötzlich nicht mehr. Abstecken, wieder anstecken bringt nix. Rechte Maustaste, scrolltaste, mausbewegung funktionieren. Nur die linke Taste tut nix. Andere USB-Maus hat das selbe Problem.

Lösung

Forum: http://ubuntuforums.org/showthread.php?t=1575239 verweist auf https://bugs.launchpad.net/udev/+bug/637208, hier werden aber offenbar zwei unterschiedliche Probleme abgehandelt; eines behandelt A4Tech-mäuse, das andere… alle anderen.

Ganz schneller Fix für den Fall, daß man ohne linke Maustaste aufgeschmissen ist, aber ein Terminal offen hat:
$ sudo rmmod usbhid; sudo modprobe usbhid
Und … ganz wichtig: Das obige in einer Zeile in die Shell klopfen, und „auf einmal“ ausführen, weil wenn man so wie ich eine USB-tastatur hat, dann … geht nach dem rmmod nix mehr (bis man USB-tastatur/maus einmal ab- und wieder angesteckt hat, das lädt das Modul auch :) )

Der für die „anderen“ vorgeschlagene Fix ist die Installation von x-input-evdev von http://launchpadlibrarian.net/54205518/xserver-xorg-input-evdev_2.5.0%2Bgit20100822.990540fa-0ubuntu0sarvatt_i386.deb für die 32Bit-Leute, https://launchpad.net/~xorg-edgers/+archive/ppa/+build/1930625/+files/xserver-xorg-input-evdev_2.5.0%2Bgit20100822.990540fa-0ubuntu0sarvatt_amd64.deb für 64bit-installationen; wobei ich die Installation von dem BleedingEdge-Paket nicht ausprobiert habe, aus dem Bugreport geht aber hervor, daß es eine denkbar schlechte Idee ist, die 32Bit-Version auf einem 64Bit-system installieren zu wollen (und wahrscheinlich umgekehrt)…

[update 2010-10-25:]
https://bugs.launchpad.net/ubuntu/maverick/+source/linux/+bug/636311 dürfte der richtigere Bugreport sein, hier gibt’s auch einen Link auf einen „besser“ zur Distribution passenden Patch, codename aubergine. Der behebt das Problem für alle bisherigen Rückmeldungen, dürfte aber noch das Problem haben, daß der Mauszeiger bei erster Verwendung von „media keys“ nach Position (0,0) springt.
[/update]

[update 2010-12-20] Der Vollständigkeit halber: Irgendwann seit dem letzten Update hat sich das Problem „von selber“ erledigt, die Vermutung ist, daß eines der Kernelupdates der letzten Wochen die tiefere Ursache beseitigt hat. Stellt sich nur noch die Frage, was passiert, wenn man den Aubergine-patch wieder verwirft und zum mainline-kernel zurückkehrt… Aber egal, das ist mir zu viel Arbeit [/update] (und ende der Geschicht)

Meine übliche Leserschaft hat das Folgende weitgehend schon woanders gelesen…
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… und das war das Newsposting, das ich meinte

Quelle: http://groups.google.at/group/alt.sysadmin.recovery/msg/05a4019eafdc3671

Newsgroups: alt.sysadmin.recovery
Von: Dan <feeping.creat...@cow-tapult.example.com>
Datum: Sat, 25 Sep 2010 17:14:56 -0500
Lokal: So 26 Sep. 2010 00:14
Betreff: No wonder "prenatal" and "parental" are anagrams.

If you don’t exercise control in the former step, you end up having to turn on the latter kind of controls.

The ex and I failed to google all our baby-name ideas back in 1999, and so wound up with a BOFHlet whose name is the SI prefix for 10^12, and a Chadic language spoken in northeastern Nigeria, but also the first name of a couple actresses who we’d probably prefer she not emulate.

And so, this morning’s chat with the BOFHlet (who lives with her mom and stepdad during the school year):

Her: i just got parental cxontrols put on my computer
Me : oh? the computer as a whole?
Her: You know why i got parentall controls?
Me : No… but I could ask your mom and Znk why.
Her: I GOOGLED MY NAME!
Me : You didn’t google „Gren Ovepunyy“ with quotes around it, did you.
Her: no
Me : *sigh* Yeah, when you were born, Mommy and I didn’t know that
anyone else in the world was named Gren. :(
Her: silly you!

Oft geht blöd, aber für Tera ist das wahrscheinlich eher nicht so super.

… das war das Video, das ich meinte…

Surströmming, ’nuff said
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WM in… wo?

Südafrika. Aha. Schauen wir mal, was das hergibt.
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Ignition!

Ignition! – An informal history of liquid rocket propellant

John D. Clark
(mit einem Vorwort von Isaac Asimov)

Out of print, schwer zu kriegen, auch wenn gewisse magic incantations einen in die richtige Richtung weisen können. Aber … es geht um ROCKET SCIENCE!

Und es zeigt, daß es einen ganz besonderen Schlag Mensch gibt, der nicht davor zurückscheut, mit instabilen Fluor-verbindungen herumzuhantieren.

Die Meldung des Tages

Tränen wurden vergossen und Fernsehbilder davon als Topmeldung jeweils in ORF’s Wien heute, der Zeit im Bild und im 20:00 Sport wiederholt. In der ZiB2 wird es einen Sondergast geben, und morgen um 20:15 ändert der ORF sein Programm.
Nein, Hermann Maier ist nicht gestorben, er hat nur überraschend seinen Rücktritt aus dem Skizirkus bekanntgegeben. Muss eine nachrichtenmässig träge Zeit sein, sonst würde der ORF sich wohl nicht so auf das Thema
stürzen. Hoffe ich zumindest, weil sonst muß ich mir echt Sorgen um die Prioritäten in diesem Land machen…

Recherchercherche

Ich frage mich ja manchmal: „Wie bist Du eigentlich damals auf das und das Thema gekommen?“ Und heute habe ich in den unendlichen Weiten des Internet etwas gelesen, was mich dazu gebracht hat, zu rechercherchieren, und… tja: Jetzt habe ich wieder einen Autor gefunden, der interessante Bücher geschrieben hat, bevor er das Zeitliche gesegnet hat.

Auslöser für das Ganze war das hier:

> To assault with a deadly weapon.

To pound your head into a pulp.
To watch you dying, slowly, in agony.
The pleasure of voiding my bladder on your corpse.

Sorry, but I suddenly found myself channeling a Groaci.

In Anbetracht der Tatsache, daß ich ja heute wieder mal einigen Grund für solche Gewaltphantasien hatte, verwundert es ja nicht, daß ich mir das sehr genau durchgelesen habe. Aber… was zur Hölle ist ein „Groaci“?

Wie sich nach einiger Recherchercherche herausgestellt hat, sind die Groaci irgendein Alienfolk, das komisch redet (s.o.) und in einigen Romanen von einem gewissen Keith Laumer vorkommen. Und einige dieser Romane sind vom Verlag als kostenlose elektronische Publikation zu haben. Ich habe mir mal Retief! (weitere Ebook-formate) heruntergeladen, und war sehr angetan.

Das Buch ist eine Sammlung von Geschichten, die wohl nach und nach in Science-Fiction-magazinen veröffentlich wurden. Bisher gelesen habe ich „POLICY“ (amüsant, aber nicht überwältigend) und dann die erste Geschichte „DIPLOMAT-AT-ARMS“ (oooooh! wow! Blut! Eingeweide!), und ich muß sagen… gefällt mir.

Nix gegen Christopher Brookmyre (anderes Genre, für einen Teaser Bampot Central), aber nicht schlecht.

Ausserdem passt zu jedem Topf ein Deckel.
[edit]
Hurra! Erster! Siehe http://www.google.at/search?hl=de&q=stimmt+dieses+sprichwort+jeder+topf+findet+einen+Deckel

The quest for the holy grail!

Die Suche hat ein Ende, der heilige Gral der Schwachsinnsmusik ist
gefunden.

Das (wenig bekannte) Original:

(youtube)

Die (bekanntere, weil auf einer doch weiter verbreiteten Compilation drauf) Fälschung:

(youtube)

Rein musikalisch kann das Ganze eigentlich überhaupt nix, aber wir wollen
ja, daß sich zu jedem Topf ein Deckel findet. Nein, die Aussage macht
jetzt keinen besonderen Sinn. Das ist aber auch nicht so wichtig. Wer
braucht schon Sinn, wenn er Alkohol im Haus hat?

Ok, ich habe auch keinen Alkohol im Haus. Behaupte ich jetzt mal. Man könnte auch sagen: Ich habe auch keinen Alkohol mehr im Haus. Nächste Woche fahre ich fort. Also: weg. Bis dahin kann sich der geneigte Leser ja

"Bampot Central" von Christopher Brookmyre

durchlesen. Der Mann schreibt wirklich sehr feine, böse Krimis. Zum weiter Anfixen könnte ich sogar den einen oder anderen davon herborgen.

Und damit ist mein Werk für heute wieder getan.